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Jan vom Moor ist ein Torfbauer,
wie man ihn aus Großvaters Zeiten kennt. Mit seinem Torfkahn bringt er
den Backtorf nach Bremen und für jede Fuhre bringt er sich ein Tier mit
auf den Hof im Moor.
Das eigenwilligste und seltsamste dieser Tiere ist das Zicklein. Eines
Tages entdeckt es sein Spiegelbild in einer Pfütze, erkennt sich selbst
als ein Wesen von vielen und beginnt alle Welt zu zählen. Den anderen
Tieren gefällt es gar nicht, dass etwas mit ihnen passiert, das sie
nicht verstehen. Sie haben Angst oder werden ärgerlich. Sie jagen dem
Zicklein nach bis sie zu einem Fluss kommen.
Im letzten Moment rettet es sich in ein Boot, das am Ufer angelegt
hatte. Die Tiere springen hinterdrein. Das Boot schaukelt heftig, reißt
sich los und treibt in die Mitte des Flusses, wo er am tiefsten ist. Die
Angst, dass sie nun alle ertrinken müssten, ist größer als die Angst,
gezählt zu werden, denn nur zehn Personen dürfen im Boot mitfahren. Das
Zicklein kann zählen und glücklicher Weise sind genau zehn Tiere an
Bord. Niemand muß ertrinken, sie fahren beruhigt zurück ans Ufer, aber
das Zicklein wird Zählmeister auf dem Boot.
So erzählt uns Jan aus seinem Leben und wir erfahren einiges über die
harte Arbeit des Torfstechens, über seine Abenteuer auf dem Fluss und
über die langen Winterabende am Torffeuer, wo man Zeit hat Geschichten
zu erzählen.

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